Naturwissenschaften Kreativtage 2020

Chemie rund um die Kosmetik“ lautete der Arbeitstitel für die NW-Kreativtage, an denen auch in diesem Jahr wieder 25 Schülerinnen und Schüler aus dem 8. und 9. Jahrgang teilnahmen.

Unter der Leitung von Frau Winkelhage und Herrn Ebschke wurde neben etwas Theorie begleitet durch Experimente (Schutzfunktion und Temperaturregulation der Haut) zum größten menschlichen Organ, der Haut  vor allem viel praktisch gearbeitet. Am ersten Tag standen chemische Verfahren zur Duftstoffextraktion auf dem Programm. So wurden zum Beispiel Extraktionen mit Lösungsmitteln und eine Wasserdampfdestillation durchgeführt, die auch bei der Herstellung von Kosmetika angewendet werden. Ein angenehmer Duft lag an den zwei darauf folgenden Tagen im NW-Trakt in der Luft, als die jungen Naturwissenschaftler Cremes, Seifen, Badebomben u.v.m. selbstständig herstellten und ihre Ergebnisse anschließend präsentierten.

Alle Beteiligten waren sich einig, dass die NW-Kreativtage ein voller Erfolg waren und die zum Teil auch kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Kosmetik nicht nur die Chemie- und Biologiekenntnisse bereichert hat, sondern auch das Bewusstsein für den alltäglichen Gebrauch von Kosmetika erweitert hat.

K. Klute

Kreativtage der Naturwissenschaften – 2019

In diesem Jahr hat die EBGS neben hervorragenden künstlerischen und musischen Begabungen auch Schülerinnen und Schüler mit besonderen Fähigkeiten im Bereich der Naturwissenschaften herausgefordert, um Lernerfahrungen möglich zu machen, die im regulären Unterricht so nicht gemacht werden können. Das Angebot richtete sich an Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8 und 9. Motivation, handwerklich-praktische Bastelarbeit, Wettbewerbscharakter und physikalische Forschung in einem einsichtigen Kontext – geht das ? Eindeutig ja! Die Antwort lautet: Konstruktion eines Mausefallenfahrzeuges Die kreative Aufgabe beinhaltete ein Fahrzeug zu konstruieren, das ausschließlich von dem sich schließenden Drahtbügel einer handelsüblichen Mausefalle angetrieben wird. Das Wettkampfziel bestand darin, eine möglichst große Strecke mit diesem Fahrzeug zurückzulegen.

Aus der Konstruktion des Mausefallenautos ergeben sich eine Reihe von physikalischen Fragestellungen:

  • Das Wettbewerbsziel eine möglichst große Stecke zurückzulegen, erfordert eine Minimierung von Reibungskräften, andererseits aber auch die Berücksichtigung von Haftreibung der Räder auf dem Untergrund.
  • Durch den Antrieb mit der Mausefalle stellt sich die Frage nach der von der Feder ausgeübten Kraft. Die Kraftumsetzung vom  Mausefallenbügel auf die Antriebsachse erfordert einen Hebel.
  • Der Antrieb des Fahrzeugs durch die Mausefalle muss als Energiewandlung von Spannenergie in Wärmeenergie begriffen werden. Eine Hauptaufgabe der Konstruktion besteht somit darin, die von der gespannten Mausefalle  bereitgestellte Energie möglichst effektiv auf eine Antriebsachse zu übertragen.

Für die Gesamtkonstruktion gab es keine Beschränkungen. Nach der eigenständigen Planungsphase in den Forscherteams wurden einachsige (zweirädrige) und zweiachsige (drei oder vierrädrige) Konstruktionen erfolgreich umgesetzt. Als Räder wurden ausgediente CDs oder Schallplatten verwendet. Die Lösung zur Hebelkonstruktion ergab sich durch Holzstäbe am Mausefallenbügel und einen auf der Achse aufgewickelten Zugfaden. Die handwerkliche Verarbeitung von Holz und Kunststoffen rundete das Design der Fahrzeuge ab. Um die vielschichtigen Herausforderungen während der Forschungsphase als auch im Fertigungsstadium zu lösen, mussten die Schülerinnen und Schüler kommunizieren, planen, verstehen und gezielt gestalten. Damit werden grundlegende Prozess- und konzeptbezogene naturwissenschaftliche  Kompetenzen angesprochen und gefördert. Letztlich hatten alle Teilnehmer ein Erfolgserlebnis, waren mit ihren Ergebnissen sehr zufrieden und glücklich dieses Angebot bekommen zu haben.