Technik

Der Technikunterricht an der EBGS nimmt eine besondere Stellung im Fächerkanon ein. Das Fach wendet die Inhalte der naturwissenschaftlichen Fächer theoretisch sowie praktisch an und vertieft die erworbenen Fähigkeiten in handlungsorientierten Unterrichtsphasen.

In der Sekundarstufe I wird das Fach Technik in den Jahrgängen 5, 6 sowie 8, für jeweils ein halbes Jahr unterrichtet. Pro Kurs werden dabei maximal 16 Schüler*innen von einer Lehrkraft beschult.

In der Oberstufe kooperiert die EBGS mit den umliegenden Schulen mit gymnasialer Oberstufe und erteilt für diese den Technikunterricht. Während der Einführungsphase beschult die EBGS dabei bis zu fünf Technikkurse und üblicherweise jeweils zwei Technikkurse in der Q1 sowie Q2.


Technikunterricht in der Sekundarstufe 1

Im fünften Schuljahr liegt der Fokus auf der Arbeitswelt einer Werkstatt. Die Einübung des sicheren Umgangs mit Holzwerkzeugen wie Hammer und Säge münden in einer selbst hergestellten Ablage für das Klassenfach.

Ablage für Unterrichtshefte und -mappen

Im sechsten Schuljahr werden die erworbenen Fähigkeiten vertieft und um den Bohrmaschinenführerschein ergänzt. Arbeitsabläufe und Materiallisten dienen der Planung der Fertigungsschritte. Technische Zeichnungen ermöglichen eine Kommunikation, die unabhängig von Sprache ist und fördern gleichzeitig das dreidimensionale Vorstellungsvermögen sowie den Blick für das Detail. Am Ende der Unterrichtsreihe steht ein selbst hergestelltes Solitärspiel.

Das achte Schuljahr setzt den Fokus auf das Thema Energie. Energieträger, technologische Verfahren zur Stromerzeugung und der eigene Energiekonsum werden u.a. mit Hilfe von Referaten erarbeitet. Ganz im Sinne des handlungsorientierten Ansatzes, stellen die Schüler*innen in dieser Unterrichtsreihe ein energieumsetzendes System her, z.B. ein solarbetriebenes Windrad oder ein Knatterboot aus Recyclingmaterialien.

Knatterboot mit Motor aus einer Getränkedose und tiefgezogenem Rumpf

Technikunterricht in der Oberstufe

Die Einführungsphase bildet einen Übergang vom handlungsorientierten Technikunterricht der SI zum wissenschaftspropädeutischen Unterricht in der SII. Mit Hilfe von selbst erstellten elektronischen Schaltungen erfahren die Schüler*innen in technischen Experimenten wie elektronische Bauteile und Schaltungen funktionieren. Selbstständiges Lernen in Gruppen wird in der Unterrichtsreihe zur Robotik gefördert. In dieser Reihe werden, neben grundsätzlicher Programmierfähigkeiten, vor allem die Eigenorganisation und Kommunikation mit der Lehrkraft, die die Rolle eines Mentors schlüpft, eingeübt wird.

Drei gelötete elektronische Schaltungen

In der Qualifikationsphase nimmt der theoretische Anteil im Unterricht zu, wird jedoch immer wieder mit Hilfe von Technischen Experimenten aufgebrochen. Der inhaltliche Schwerpunkt der Q1 liegt auf dem Energieumsatz. So lernen die Schüler*innen technische Verfahren und Auswertungsmethoden kennen, die bei der fossilen oder regenerativen Stromerzeugung von Bedeutung sind. Technische Experimente verdeutlichen Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Stromerzeugung mittels Wasserstoff und Photovoltaik und ermöglichen eine Urteilsfähigkeit, welche für die junge Generation unablässig ist. Nachfolgende Themenbereiche, wie die Elektromobilität, Automatisierungstechnik und Bionik vertiefen die Auseinandersetzung mit der technologisierten Umwelt auf weiteren Ebenen des gesellschaftlichen Zusammenlebens.

T-s Diagramm, zur Bestimmung des Wirkungsgrades eines Dampferzeugers (Thermisches Kraftwerk)