Schulprogramm

Inhaltsverzeichnis
  • Präambel
  • Aufgabenschwerpunkte
    • Wir gestalten unser Zusammenleben aktiv
    • Wir lernen für das Leben
    • Wir organisieren unser Lernen selbstständig
  • Arbeits- und Handlungsfelder
    • Wir gestalten unser Zusammenleben aktiv
    • Integration ist zentrales Ziel
    • Ganztag
    • Erlebnispädagogik
    • Ästhetische Orientierung
    • Kunst
    • Musik
    • Theaterpädagogik
    • Ethische Orientierung
  • Wir lernen für das Leben
    • Mädchen- und Jungenförderung
    • Fit for Europe
    • Fächerübergreifendes Arbeiten
    • Berufsorientierung
  • Wir organisieren unser Lernen selbstständig
    • Methoden- und Medienkompetenz
 Präambel

Unsere Schule trägt den Namen Ernst Barlachs. Sein Leben und sein Werk waren geprägt von dem Verlangen nach Gerechtigkeit und tiefem Mitgefühl für menschliche Not. Er trat für die Würde des Menschen ein. Dafür wurde er von den Nationalsozialisten verfolgt und seine Werke wurden aus der Öffentlichkeit verbannt. Ernst Barlach kann uns Ansporn sein zu begreifen, dass die Würde des Menschen unantastbar ist, in einem dreifachen Sinne:

  • Die eigene Würde muss gegen alle Anfechtungen bewahrt werden.
  • Andere dürfen in ihrer Würde nicht verletzt werden.
  • Mitmenschen müssen vor Entwürdigungen geschützt werden.

Daher verstehen wir unsere Gesamtschule als einen Lern- und Lebensraum, in dem sich Menschen mit unterschiedlicher weltanschaulicher und kultureller Orientierung sowie mit unterschied­lichen Interessen, Fähigkeiten und Lernmöglichkeiten umfassend entwickeln und in gegenseitiger Ach­tung und Anerkennung begegnen: Integration ist ein zentrales Ziel unserer Schule.

Als Schule der Vielfalt berücksichtigen wir die individuellen Lernvoraussetzungen unserer Schüler/innen und wollen durch ein differenziertes Unterrichtsangebot die Lernfreude wecken und den größtmöglichen Lernerfolg sicherstellen.

Dieses Selbstverständnis wird von folgenden Überzeugungen geleitet:

  • Wir erkennen die Verschiedenheit von Menschen ebenso an wie deren Gleichwertigkeit.
  • Wir entwickeln die Selbstständigkeit und die mit ihr verbundene Verantwortungsbereitschaft sowie die Identitätsentwicklung und Kritikfähigkeit der Schüler/innen.
  • Wir fördern demokratisches Denken und Handeln in einer Weise, dass junge Menschen ihre Ge­gen­wart und ihre Zukunft selbstbewusst gestalten können und wollen.
  • Wir vermitteln Schülerinnen und Schülern jene Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen, die sie für die Gestaltung ihres Lebens und insbesondere auch für die Anforderungen der Arbeitswelt im Informationszeitalter qualifizieren.

Wir eröffnen den Schülerinnen und Schülern, Eltern, Lehrerinnen und Lehrern sowie allen anderen am Schulleben Beteiligten die Möglichkeit, ihre Ideen und Erfahrungen in den Gestaltungs- und Diskussionsprozess einzubringen und so Verantwortung für die gemeinsame Entwicklung unserer Schule zu übernehmen.

Wir fühlen uns der Entwicklung unserer Schule verpflichtet und werden uns für unsere Überzeu­gun­gen aktiv einsetzen. Wir wissen, dass der Erfolg unserer Arbeit wesentlich von dem Engagement aller Lehrer/innen, von dem Lernwillen der Schüler/innen sowie von der Mitarbeit der Eltern abhängt.

Aufgabenschwerpunkte
Wir gestalten unser Zusammenleben aktiv
Integration ist zentrales Ziel

Als Schule der Vielfalt bietet unsere Gesamtschule besondere Möglichkeiten des sozialen Lernens. Das Schulleben soll so gestaltet sein, dass sich gesellschaftliche und individuelle Unterschiede weniger konfliktreich entwickeln, sodass daraus für die Allgemeinheit und für den Einzelnen keine menschenunwürdigen Folgen entstehen. Schüler/innen sollen an unserer Schule entdecken können, dass der Respekt vor der Unterschiedlichkeit des/der Anderen auch die eigene Entwicklung fördert.

Die Arbeit an unserer Schule wird deshalb davon geprägt sein,

  • den Raum für nationalen Dünkel und Rassismus so einzuengen, dass Menschen aus verschiedenen Nationen und Kulturen angstfrei und gleichberechtigt miteinander arbeiten und leben können;
  • eine Konzeption von Förderung umzusetzen, die es den Einzelnen ermöglicht, persönliche Potentiale auch gegen sozial bedingte Beschränkungen zu entfalten, ohne sich von sozialen Wurzeln entfremden zu müssen;
  • die unterschiedlichsten Fähigkeiten und Fertigkeiten, Interessen und Neigungen von Lehrer/innen, Schüler/innen und Eltern aufzugreifen und zu entwickeln;

Persönlichkeiten so zu stärken, dass sie immunisiert werden gegen Gewalt, Süchte und Lethargie.

Die Tätigkeit der Klassenlehrer/innen ist Scharnier der Integrationsarbeit, weil in den Klassen im Kleinen und Alltäglichen junge Menschen zueinander geführt werden. Gemeinsamen Aktivitäten wie Wandertagen und den Klassenfahrten im 7. und 10. Jahrgang kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Das System der gemeinsamen Klassenführung durch eine Kollegin und einen Kollegen hat sich besonders bewährt.

Wir wollen die auf Integration zielenden Angebote an unserer Schule weiter entwickeln. Über die Arbeit in den Klassen hinaus erkennen wir Felder der Integration in den Bereichen Kulturen, Fähigkeiten, soziale Herkunft, Interessen, Altersgruppen, Unterricht sowie Eltern, Schüler/innen und Lehrer/innen.

Die Gesamtheit der bisher gesammelten Ideen zur Umsetzung von Maßnahmen in den verschiedenen Integrationsfeldern ist im Anhang abgedruckt. Diese Sammlung betrachten wir als einen Fundus denkbarer Vorhaben. Er dient uns als Arbeitsgrundlage für konkrete Beschlussfassungen der Mitwirkungsorgane im Schuljahr 2001/2002.

Ganztag

Der Ganztag ist eine wichtige Möglichkeit unsere Schule als Lebensraum zu gestalten. Er ist damit auch ein Ort des sozialen Lernens und ist vor allem in den Mittagspausen und den Arbeitsgemeinschaften angesiedelt.

In den Mittagspausen wollen wir in Zusammenarbeit mit dem Ganztagsverein den Schülerinnen und Schülern nicht nur ein preiswertes, schmackhaftes und gesundes Essen anbieten und damit auch ihr Gesundheitsbewusstsein fördern und Essen als Gemeinschaftserlebnis und Teil der Kultur vermitteln, sondern auch Eigenaktivität fördern (Schülercafé, Teestube) und sie im Rahmen der offenen Angebote mit den Schwerpunkten Schulbibliothek, ruhiges Spiel, sportliche und musisch-künstlerische Angebote zu sinnvoller Freizeitgestaltung anregen.

Für die Schüler/innen der Jahrgänge 5 und 6 ist die Teilnahme an den zweistündigen Arbeitsgemeinschaften (AG) verpflichtend. Der Schwerpunkt liegt hier auf Arbeitsgemeinschaften im sportlichen und künstlerisch-musischen Bereich. Sie sollen für die spätere Teilnahme an Wettkämpfen der Schulmannschaften, an Theatergruppen und Musikensembles motiviert und vorbereitet werden.

Wir wollen die sozialen Kompetenzen der Schüler/innen stärken und ihre Identitätsfindung unterstützen, ihre Verantwortungsbereitschaft entwickeln und der Zusammenarbeit in der Schule dadurch neue Impulse geben, dass auch in den Jahrgängen 7-10 verpflichtende Arbeitsgemeinschaften eingeführt werden.

Wir verfolgen damit folgende pädagogische Intentionen:

  • Arbeitsgemeinschaften und offene Angebote bieten eine Vielzahl von Möglichkeiten auch ohne unterrichtlichen Leistungsdruck Interessen und Neigungen zu entfalten und Akzeptanz, Anerkennung und Selbstwertgefühl zu erfahren (z. B. Sport).
  • Im Ganztag läßt sich Zusammenleben erfahren, Gemeinschaft erleben und damit Integration gestalten.
  • Mitschüler zu beraten und sie zu unterstützen ist ein Weg, Verantwortung wahrzunehmen, ebenso den Raum in der und um die Schule ästhetisch zu gestalten und zu pflegen (z. B. Streitschlichter, Aktion Schulklima).
  • Es gibt vielfältige Möglichkeiten, das Schulleben zu dokumentieren und unsere Schule öffentlichkeitswirksam zu präsentieren (z. B. Schülerzeitung, Homepage, Theater).
  • Insbesondere die von den Klassenlehrer/innen betreuten offenen Klassenzimmer als Ort der Begegnung von Schüler/innen mit Lehrer/innen außerhalb des Unterrichts sind eine der Möglichkeiten, in denen Beratung, aber auch Konfliktbewältigung und Erziehung stattfinden können.
  • Der Ganztag läßt sich weiterentwickeln zu dem Ort, in dem eine Öffnung von Schule stattfindet, indem Eltern, Vereine und außerschulische Partner ihre Angebote, Erfahrungen und Interessen in die Schule einbringen. Darüber hinaus kann gelebte Hilfsbereitschaft durch die Unterstützung außerschulischer Projekte gefördert werden (z. B. Recife-Projekt für brasilianische Straßenkinder).

Innerhalb der vier Schuljahre (7-10) müssen die Schüler/innen mindestens zwei halbjährige Arbeitsgemeinschaften besuchen (z. B. Tutorenschaft einer 5./6. Klasse, Erste Hilfe, Mitarbeit bei der Verwaltung, Betreuung und Versorgung) oder diese durch anderweitiges soziales Engagement ersetzten. Die erfolgreiche Teilnahme wird durch eine Bescheinigung belegt.

Im ersten Halbjahr 2001/02 wird das pädagogische Konzept des »neuen Ganztags« ausformuliert und Eltern, Schülerinnen und Schülern vorgestellt. Das bisherige AG-Angebot (7-10) wird anhand der genannten Ziele überprüft.

Die notwendigen Absprachen mit möglichen außerschulischen Partnern sollen stattfinden und die Konkretisierung der AG-Angebote (Zielsetzung, Verantwortlichkeiten, Organisation) vorgenommen werden. In Einzelfällen können Arbeitsgemeinschaften probeweise bereits im 2. Halbjahr 2001/02 beginnen.

Ende des Schuljahres 2001/02 wird das neue AG-Angebot überprüft und im Schuljahr 2002/03 eingeführt.

Erlebnispädagogik

Die Erfahrungswelt vieler Schüler/innen ist geprägt von permanenter Reizüberflutung durch die Medien, verringerter sozialer Aktivität, mangelnder Naturerfahrung durch Verstädterung, Fehlen von Spielflächen sowie Bewegungsarmut. Die Folge sind in Einzelfällen Verhaltensauffälligkeiten und Lernstörungen, denen in herkömmlichen Unterrichtssituationen kaum angemessen begegnet werden kann. Erlebnispädagogik ist eine Möglichkeit, solche Defizite auszugleichen.

In erlebnispädagogischen Aktivitäten findet handlungsorientiertes, ganzheitliches Lernen statt, d. h. Lernen mit Kopf, Herz und Hand. Durch diese Form des Lernens werden die Persönlichkeiten der einzelnen Schüler/innen gestärkt, indem sie mehr Selbstvertrauen entwickeln, ihre Stärken und Schwächen erkennen, Selbstverantwortung übernehmen und sich selbst besser organisieren lernen.

Andererseits werden so soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Kooperationsfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit und Übernahme von Verantwortung gefördert, zudem wird ein differenziertes Rollenverständnis aufgebaut.

Charakteristisch für diese Art der Pädagogik sind zwei zentrale Bestandteile. Zunächst werden herausfordernde Situationen geschaffen (wie z. B. Erklettern einer Felswand, Überqueren eines Flusses, Schatzsuche mit Hilfe einer Karte). Diese sind aus sich heraus motivierend, verlangen aber von jedem Einzelnen eine intensive Bewährung und sind nur gemeinsam in der Gruppe zu bewältigen. Die Bewältigung der Aufgabe bedeutet für jeden eine tiefgehende emotionale und körperliche Auseinandersetzung mit den eigenen Grenzen sowie das Erfahren von Problembewältigung durch Zusammenarbeit in der Gruppe. In der Nachbesprechung wird der Bezug zu schulischen und alltäglichen Situationen hergestellt.

Abenteuersportarten, wie z. B. Klettern oder Kajak fahren, werden bereits in der Arbeitsgemeinschaft Abenteuer für den 5. und 6. Jahrgang angeboten.

Wir wollen das erlebnispädagogische Angebot an unserer Schule erweitern durch zusätzliche Arbeitsgemeinschaften und Offene Angebote, in denen Schülerinnen und Schülern Abenteuersituationen oder Interaktionsspiele in der Turnhalle oder im Wald angeboten werden.

Für Wander-, Projekt- und Kreativtage werden speziell auf bestimmte Themen oder Ziele (z. B. Teamentwicklung in einer Klasse oder Mädchen/Jungenförderung) zugeschnittene eintägige Programme ausgearbeitet, die aus Erlebnissituationen und abschließenden Auswertungsgesprächen bestehen.

Bei der Entwicklung erlebnispädagogischer Angebote für mehrtägige Fahrten werden die Schüler/innen zusätzlich in die Planung mit einbezogen, lernen sich selbst zu versorgen und einen speziellen Verantwortungsbereich zu übernehmen.

Die Arbeitsgruppe Erlebnispädagogik an unserer Schule wird im Schuljahr 2001/2002

  • die bestehende Arbeitsgemeinschaft Abenteuer fortführen,
  • eine im Mai 2001 durchgeführte mehrtägige Fahrt mit einigen Schülerinnen und Schülern des 8. Jahrgangs auswerten und auf dieser Grundlage weitere Fahrten entwerfen
  • eine Materialsammlung anlegen,
  • eine kommentierte Liste kommerzieller Anbieter im Bereich der Erlebnispädagogik erstellen,
  • spezielle Angebote für Projekttage, Wandertage und besonders die Klassenfahrt im 7. Jahrgang erarbeiten und
  • Fortbildungen für interessierte Kolleginnen und Kollegen anbieten.

Am Ende des Schuljahres 2001/2002 wird überprüft, ob die mit der Arbeitsgemeinschaft Abenteuer und der mehrtägigen Fahrt verbundenen Zielsetzungen erreicht wurden. Zu entscheiden ist dann, ob und gegebenenfalls wie das erlebnisorientierte Angebot an unserer Schule erweitert werden soll.

Ästhetische Orientierung

Die gesellschaftlichen Bedingungen einer aggressiven und einseitig kommerziell motivierten Unterhaltungsindustrie fördern eine konsumorientierte und passive Wahrnehmung. Gegen diesen Einfluss der Massenmedien setzen wir an unserer Schule eine ästhetische Orientierung von sozial sinnvollen Alternativen, die individuelle und nicht nur fremdbestimmte künstlerische, darstellerische und musische Perspektiven eröffnen. Mit den Schülerinnen und Schülern immer wieder selbst entwickelte künstlerische Formen und Inhalte zu schaffen, ist der Schwerpunkt unserer künstlerischen Fachbereiche.

Kunst

Die Gestaltung der Schulräume innen und außen ermöglicht es, die Atmosphäre in unserem Haus des Lernens positiv zu beeinflussen. Im Zusammenhang mit der Aktion Schulklima ist es bisher gelungen, die Identifikation mit unserer Schule zu steigern.

In Zukunft sollen folgende Aktivitäten verstärkt vorangetrieben werden:

  • Wechselausstellungen innerhalb und außerhalb der Schule, wie z. B. schon einmal in der Stadtbibliothek
  • Teilnahme an Wettbewerben
  • Kunstausstellungen in Verbindung mit fachübergreifenden Projekten, etwa zugunsten sozialer Zwecke
  • Erarbeitung eines Konzeptes zum Besuch von Kunstmuseen
Musik

Für viele Menschen bedeutet der Umgang mit Musik ein Stück Lebensqualität, und sicherlich hat der kreative Umgang mit Musik einen hohen Stellenwert, der eine besondere Förderung rechtfertigt. Aus diesem Grund hat sich die Fachkonferenz Musik dazu entschlossen, die musikalischen Aktivitäten des Kernbereichs durch weitere imGanztagsbereich zu ergänzen. Es entstanden so die Arbeitsgemeinschaften Ensemble und Rockband, von denen die Schulkultur an unserer Schule mitgetragen wird.

Durch die handlungsorientierte gestalterische Arbeit im Umgang mit Musik gewinnt der musiktherapeutische Bereich in zunehmendem Maße an Bedeutung; darüber hinaus hat das gemeinsame Erleben von und mit Musik einen positiven Einfluss auf die Gestaltung des Freizeitverhaltens von Kindern und Jugendlichen.

Die Arbeit in musikpraktischen Gruppen ist sowohl prozess- als auch produktorientiert. So ist neben dem gemeinsamen Proben die Präsentation aller erarbeiteter Ergebnisse vor einem Publikum von wesentlicher Bedeutung. Dabei haben sich in den letzten Jahren zahlreiche Veranstaltungen als Präsentationsforen bewährt und etabliert, etwa die in Zusammenarbeit mit dem WP I-Kurs Kunst/Darstellendes Spiel durchgeführte Aufführung einer Theaterproduktion für Schüler/innen der Grundschulen, ein Werkstattkonzert vor interessierten Eltern der Klassen 5 und 6, Einführungs- und Abschlussveranstaltungen und nicht zuletzt die Kreativtage in der letzten Schulwoche des ersten Schulhalbjahrs.

Für unsere weiteren Planungen sind sowohl schulinterne Vorhaben in fachübergreifenden Projekten als auch die Kooperation mit außerschulischen Institutionen von großer Bedeutung:

  • Verbesserung der Rahmenbedingungen und der Attraktivität der Arbeitsgemeinschaft Chor,
  • Qualitätssteigerung der musikalischen Präsentationen durch gemeinsame außerschulische Veranstaltungen, wie halbjährlich durchgeführte Rockband-Fahrten und Chorwochenenden,
  • Forcierung der Zusammenarbeit des Ensembles mit der Theatergruppe 5/6. Ziel ist die Präsentation eines Mini-Musicals vor interessierten Grundschülerinnen und -schülern und deren Eltern.
  • Integration der Neuen Medien durch Gestaltung einer eigenen Homepage EBGS-Musik, deren Realisation durch die Fertigstellung einer Rockband-Website bereits begonnen hat.
  • Intensivierung der Zusammenarbeit mit dem Theaterbereich unserer Schule, wobei die Arbeitsgemeinschaften Rockband und Ensemble so integriert werden sollen, dass die Konzeption eines Musicals oder einer Musik-Revue ermöglicht wird.

Wiederaufnahme des EBGS-eigenen Schülerradios Radio Strebergarten in Zusammenarbeit mit dem Bürgerfunk des Lokalsenders Radio KW in Anbindung an zusätzliches WP II-Fach. Dieses Projekt wird durch ein bereits stattfindendes Offenes Angebot Tonstudio vorbereitet.

Theaterpädagogik

Theaterpädagogik wird an unserer Schule traditionell groß geschrieben. Die Theaterarbeit ist an der EBGS in einem solchen Maße entwickelt und etabliert, dass sie zur Identität unserer Schule beiträgt, den Schülerinnen und Schülern Identifikation ermöglicht und das Schulprofil wesentlich mitbestimmt. Zudem leistet sie einen großen Beitrag zur Öffnung unserer Schule: Insbesondere durch die Kooperation mit der Volkshochschule war es gelungen, Theaterbegeisterte aus der Region an unsere Schule zu binden.

Unseren Schüler/innen eröffnet das breite theaterpädagogische Angebot (WP I-Kurse, Theater-Arbeitsgemeinschaften für die Jahrgänge 5-6 und 7-13, Literaturkurse im 12. Jahrgang, Theaterworkshops im Ganztagsbereich, offene Angebote) besondere Möglichkeiten der ganzheitlichen Entwicklung ihrer Persönlichkeit.

Die handelnden Schüler/innen stehen im Mittelpunkt jener Aktivitäten, die ästhetische, kreative und soziale Erfahrungsräume eröffnen. Da viele Gruppen alters- und leistungsheterogen zusammengesetzt sind, wird der integrative Gedanke unserer Schule betont. Vertrauen, Toleranz, Disziplin, Kooperation, gemeinsame Planung, Kritikfähigkeit und Solidarität sind wichtige soziale Lernziele der theaterpädagogischen Arbeit. Die Bühnenerfahrungen heben das Selbstwertgefühl und das Zutrauen in die individuelle Leistungsfähigkeit gerade schulisch schwächerer Schüler/innen.

Die Theaterarbeit wird weiterentwickelt, indem neue kulturelle Bereiche wie der Tanz und der Film eingebunden, die fächerübergreifende Zusammenarbeit mit den WP II-Kursen Versorgen und Betreuen, Handwerk und Modewerkstatt sowie mit den Fächern Gesellschaftslehre, Deutsch, Sport und Musik erweitert und die eigene Homepage www.schuelertheater.de optimiert werden.

Unser Ziel bleibt es auch, durch die jährlichen Theateraufführungen zu Weihnachten für die Grundschulen der Stadt Dinslaken und durch die aktive Teilnahme an den Schultheaterwochen neben der Schulöffentlichkeit einen breiten Personenkreis aus der Region zu erreichen.

Darüber hinaus sollen mittelfristig neue Wege eingeschlagen werden, die die Attraktivität und die Nachhaltigkeit des Erfolgs der Theaterarbeit an der EBGS sichern:

  • Zusammenarbeit mit Theatern und Künstlerinnen und Künstlern der Region
  • Kooperation mit anderen Schulen im Rahmen der Literaturkurse im 12. Jahrgang
  • Gründung einer Theatergruppe für Lehrer/innen und Eltern.

Ferner wird die Idee eines Projekts Theaterreise – Schule auf Reisen verfolgt. Hierzu soll ein Theaterstück zum Thema Fit for Europe entwickelt und auf einer sechswöchigen Reise, die z. T. in die Sommerferien fällt und durch Sponsoring finanziell abzusichern ist, in verschiedenen Städten Deutschlands und Europas, u. a. in der französischen Partnerstadt Dinslakens, Agen, aufgeführt werden.

Ethische Orientierung

In einer multikulturellen und multimedialen Welt, die geprägt ist von einem rasch fortschreitenden sozialen Wandel und dem Verlust gewachsener Strukturen, wird die Identitätsfindung des Einzelnen schwierig, Normen und Werte beliebig. Dieser Prozess wird beschleunigt durch veränderte Kommunikations- und Erfahrungsfelder, die zunehmend virtuell geprägt sind und das personale Erleben ersetzen.

Den damit verbundenen Gefahren für die Individuen und die Gesellschaft begegnen wir mit einem auf ethische Orientierung zielenden Bildungsangebot, wie es schon in der Präambel unseres Schulprogramms zum Ausdruck kommt: Fühlen wir uns der Unantastbarkeit der Würde des Menschen verbunden, so stellen Gewaltlosigkeit, Solidarität, Toleranz und Gleichberechtigung zentrale Werte unserer Bildungsarbeit dar. Dieser Bildungsbegriff ist ganzheitlich, da er sowohl intellektuelle als auch emotionale und soziale Aspekte der Moral­entwicklung berücksichtigt.

Während diese Zielsetzungen jedes einzelne Mitglied unserer Schule und alle Fächer verpflichten, kommt den Fächern Religion und Philosophie in den Sekundarstufen I und II im Hinblick auf die Werteorientierung unserer Schüler/innen ein zentraler Stellenwert zu.

In diesem Rahmen gehören die nachfolgend aufgeführten Angebote zu unserem Schulalltag:

  • Eine ganztägige Fahrt aller 6. Klassen zum Bibelmuseum Heilig Land Stichting, Nijmegen, NL, dient dazu, das Nebeneinander der monotheistischen Religionen und deren Gemeinsamkeiten kennenzulernen um so gegenseitige Toleranz zu ermöglichen.
  • Jahrgangsübergreifende Besinnungstage in einem Kloster für Schüler/innen der 7.-10. Jahrgänge mit kreativen und meditativen Elementen dienen der Reflexion über lebens- und sinnbestimmende Inhalte.
  • Gedenkstättenfahrten der Oberstufenschüler/innen, z. B. nach Auschwitz oder Buchenwald, leisten einen Beitrag dazu, die von Deutschen im Nationalsozialismus begangenen Gräueltaten nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Ebenso wollen religiöse Besinnungsfahrten, z. B. mit der esr, eine ethische Orientierung geben.
  • Die Unterstützung des Hilfsprojektes Ilha de Deus für Straßenkinder in der brasilianischen Stadt Recife durch Vorhaben, die aus dem Unterricht auch fächerübergreifend erwachsen, zeigt den Schülerinnen und Schülern Möglichkeiten aktiven solidarischen Handelns auf (Kinder helfen Kindern).
  • Ökumenische Schulgottesdienste, z. B. zu Schuleintritt (in Planung) und -entlassung, leisten einen weiteren Beitrag zur ethischen Orientierung unserer Schüler/innen.

Eine Ergänzung dieses Angebots durch das Fach Praktische Philosophie für die Schüler/innen der Jahrgänge 9 und 10 ist wünschenswert und erhält durch die Erprobung dieses Schulversuches in NRW eine Perspektive. An der zweijährigen Ausbildung für dieses Ersatzfach nimmt eine Kollegin teil, die in Zukunft die Schüler/innen unterrichtet, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen. Hier weitere Lehrkräfte auszubilden und diesen Schulversuch zu einem festen Bestandteil unserer Schule zu machen, ist unser Ziel.

Die Umsetzung der neuen Curricula Religion, Philosophie und praktische Philosophie und die außerunterrichtlichen Vorhaben, die den Schülerinnen und Schülern unserer Schule eine ethische Orientierung ermöglichen, soll dokumentiert und regelmäßig reflektiert werden um laufende Verbesserungen zu gestatten.

Wir lernen für das Leben
Mädchen- und Jungenförderung

Lebens- und Sozialisationsbedingungen von Mädchen und Jungen sind im Wandel, wobei diese gesellschaftlichen Veränderungen auch die Geschlechterrollen betreffen. Der Lebensraum Schule muss hierauf reagieren. Auf unsere Schule bezogene Maßnahmen und Vorschläge sind im Anhang nachzulesen.

Unsere Aufgabe ist es, an dem Ziel eines gleichberechtigten Zusammenlebens der Geschlechter mitzuwirken und Schüler/innen in ihrer Identitätsfindung zu unterstützen: Traditionelle Rollenbilder müssen reflektiert werden, um eine selbstbestimmte Lebensplanung sicherzustellen. Die Überwindung von Geschlechtsstereotypen ist eine zentrale Aufgabe von Unterricht und schulischer Erziehung. Geschlechtsspezifische Fördermaßnahmen müssen langfristig und aufeinander aufbauend angelegt sein.

Um Entscheidungen über ihr Leben selbstständig und bewusst fällen zu können, müssen Schüler/innen in verschiedenen Bereichen gefördert werden: sie müssen ihr Selbstwertgefühl und ihr Selbstvertrauen, ihre Kommunikationsfähigkeit und ihre Kooperationsbereitschaft, ihr Einfühlungsvermögen und ihre Sensibilisierung für Grenzverletzungen und Gewaltverhalten, ihre Fähigkeit Konflikte zu lösen, ihre Selbst- sowie ihre Körperwahrnehmung, ihre Entscheidungskompetenz bezüglich ihrer Berufs- und Lebensplanung entwickeln und entfalten.

Dies soll auf verschiedenen Ebenen geschehen: Unterrichtsinhalte (z. B. in den Fächern Arbeitslehre, Gesellschaftslehre, Sport, Naturwissenschaften, Deutsch), Unterrichtsorganisation, geschlechtsspezifische Angebote im Ganztagsbereich und bei der Berufswahl­orientierung sowie schulinterne Fortbildungen für das Kollegium sollen dazu beitragen, die angestrebten Ziele zu erreichen.

Zunächst sollen die Jahrgangsprojekte bezüglich Inhalt und Organisation überarbeitet, Computer- und Internetangebote für Mädchen geschaffen, geschlechtsspezifische Angebote bei der Berufswahlorientierung erarbeitet und geschlechtshomogene Gruppen in Naturwissenschaft und WP II (Umgang mit dem PC) erprobt werden, um beiden Geschlechtern optimale Entwicklungsmöglichkeiten zu gewährleisten.

In jedem Schuljahr muss sowohl der Unterricht als auch der Ganztagsbereich dahingehend überprüft werden, ob geschlechtsspezifische Angebote vorhanden sind. Die Fachkonferenzen müssen befragt werden, wie weit die Entwicklung von Unterrichtseinheiten fortgeschritten ist, die zur oben genannten Förderung beitragen, die Praktikumswahlen der Schüler/innen müssen ausgewertet und Rückschlüsse auf die erfolgreiche Förderung der Entscheidungskompetenz der Schüler/innengezogen werden.

Fit for Europe

Die gegenwärtige und mehr noch die zukünftige Lebens- und Arbeitswelt unserer Schüler/innen erfordert vor allem in Zeiten eines zusammenwachsenden Europa und global vernetzter Wirtschaftsabläufe verstärkte Sprachkompetenz. In Wissenschaft und Technik belegt die englische Sprache unbestritten den ersten Platz. Als Verkehrssprache nimmt ihre Bedeutung auch in Wirtschaft, Politik und Kultur beständig zu.

Darauf hat die Landesregierung reagiert, indem sie bereits ab dem 3. Grundschuljahr Englisch verpflichtend einführen wird.

Unser Programm Fit for Europe kann alle Schüler/innen rechtzeitig auf diese Entwicklung vorbereiten und schafft so wichtige Grundlagen, die z. B. Voraussetzung für eine größere Freizügigkeit bei der Wahl von Arbeitsplätzen sein können. Darüber hinaus wird durch intensives Erlernen einer Fremdsprache und der damit verbundenen Auseinandersetzung mit anderen Kulturen die Verständigung zwischen den Völkern vertieft, Toleranz gefördert und der Blick für die Welt geöffnet.

Das Programm Fit for Europe beinhaltet sprachliche und interkulturelle Angebote, die sich an den Neigungen und Fähigkeiten der einzelnen Schüler/innen orientieren:

1. Englisch-plus-Kurs ab Herbst Jahrgang 5

Ziel dieses Kurses ist die Hinführung zu bilingual geführten Unterrichtssequenzen im Rahmen eines WP II-Kurses in den Jahrgängen 9 und 10 und die Vorbereitung auf ein Europäisches Sprachenzertifikat, das Ende 10 erworben werden kann. Die Schüler/innen des E-Plus-Kurses nehmen auf Grund ihrer (sehr) guten Grundschulnoten in Deutsch und Mathematik nicht am Förderunterricht dieser Fächer in den Jahrgängen 5 und 6 teil. Stattdessen werden die zur Verfügung stehenden zwei Förderstunden zur Intensivierung des englischen Fachunterrichts genutzt. Dieser intensivierte Englischunterricht wird fortgeführt durch eine verpflichtende Arbeitsgemeinschaft in den Jahrgängen 7 und 8, die jedoch auch Schülerinnen und Schülern der anderen E-Kurse offen steht.

Im Rahmen des WP II-Angebots in den Jahrgängen 9 und 10 belegen die Schüler/innen einen Kurs, welcher thematisch sowohl wirtschaftliche als auch kulturelle Aspekte behandelt und in dem der Unterricht zunehmend einsprachig auf Englisch geführt wird.

2. Zusätzliche Angebote durch

  • Fahrten ins englischsprachige Ausland (Kurztrips nach London / Ferienfahrten nach Großbritannien / Fußballpartnerschaft mit der Lochinver School in Potters Bar / Schüleraustausch),
  • Arbeitsgemeinschaften mit interkulturellem Hintergrund (English Basic / British Club / International Club / Englisches Theater),
  • unterrichtliche und außerunterrichtliche Projekte (E-mail / pen-friendships / curricular festgelegte Projekte im Rahmen des Unterrichts). Ziel dieser unterrichtlichen wie auch außerunterrichtlichen Angebote ist es, allen Schülerinnen und Schülern Möglichkeiten zu eröffnen, ihre fremdsprachlichen Fähigkeiten zu verbessern und durch Kontakt mit anderen Kulturen interkulturell handlungsfähig zu werden.

3. Auslandspraktika in Jahrgang 9 und Jahrgang 11

Schüler/innen, die über entsprechende Fremdsprachenkenntnisse verfügen oder Englisch besonders motiviert gelernt haben, erhalten die Möglichkeit zu einem Auslandspraktikum, welches das berufsorientierende Konzept unserer Schule abrundet.

Es müssen Arbeitsgruppen eingerichtet werden, die die organisatorischen und inhaltlichen Rahmenbedingungen festlegen. Dies bedeutet konkret, dass eine Gruppe ein schulinternes Curriculum für den E-Plus-Kurs, die ergänzende AG und den WP II-Kurs ausarbeitet. Hier kann auf bereits ausgearbeitetes Material zurückgegriffen werden.

Eine weitere Gruppe befasst sich mit der Anknüpfung und Intensivierung von Auslandskontakten. Weiterhin sollten interessierte Kolleginnen und Kollegen die inhaltliche Ausgestaltung der AG-Angebote im Rahmen von Fit for Europe übernehmen.

Der Erfolg eines solch umfangreichen Programms lässt sich erst nach einigen Jahren realistisch einschätzen. Andererseits muss in der Aufbauphase ständig durch Rückmeldung von Schülerinnen und Schülern sowie der Eltern korrigierend eingegriffen werden.

Fragebögen können die Zufriedenheit, Motivation, z. T. auch den Grad der Qualifikation erheben. Neben den bereits praktizierten Parallelarbeiten werden die Ergebnisse in den Zertifikatsprüfungen Aufschluss über die sprachliche Qualifikation geben.

Fächerübergreifendes Arbeiten
Lernen über Fächergrenzen hinaus

Konkrete Ansatzpunkte für die auch in den Richtlinien geforderten fächerübergreifenden Vorhaben sehen wir in den drei folgenden Schwerpunktbereichen:

  • Fächerübergreifende Projektarbeit mit dem Schwerpunkt Umsetzung des Erziehungsauftrags von Schule (Entwicklung sozialer Kompetenzen, Stärkung der Persönlichkeit, Konfliktbewältigung, Lebensplanung usw.). Vorschläge zur Konkretisierung und Ausgestaltung sind in anderen Arbeitsschwerpunkten (z. B. Erlebnispädagogik, Mädchen-/Jungenförderung) formuliert. Die Umsetzung erfolgt hier in der Regel an den jährlichen Projekttagen, bei Sonderveranstaltungen (z. B. Berufsvorbereitung) und in Angeboten des Ganztags.
  • thematisch orientierte fächerübergreifende Vorhaben als Sachbereiche, zu deren Verständnis die fachspezifische Arbeit aller Schulfächer möglich und notwendig ist. Sie erwachsen aus der Zusammenarbeit verschiedener Fächer, wobei es sinnvoll ist, im Jahrgang jeweils die Fächer zu beteiligen, deren Curricula eine fächerverbindende Zusammenarbeit möglich macht. In der Regel sollen diese Vorhaben zeitgleich im Unterricht der beteiligten Fächer stattfinden (Exkursionen, Unterrichtsgänge, Einladen außerschulischer Expert/innen usw. sind möglich).
  • Darüber hinaus wird für den Unterricht aller Fächer weiterhin gefordert, sowohl Methoden und Verfahren anderer Fächer anzuwenden (z. B. Verwendung und Vertiefung mathematischer Verfahren im naturwissenschaftlichen, gesellschaftswissenschaftlichen und im Technikunterricht) als auch über das Fach hinausgehende Inhalte aufzugreifen (z. B. die Diskussion sozialer Folgen der Anwendung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse bzw. technischer Neuerungen) und sie in ihren Fachcurricula zu verankern. Dies gilt besonders für die Förderung der deutschen Sprache als Aufgabe für alle Unterrichtsfächer. Einen unterrichtlichen Schwerpunkt dieser Arbeit bilden hier auch die Angebote des Wahlpflichtbereichs II.

Die Ausgestaltung unserer bisherigen Projekttage verbindet mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung die beiden unter a) und b) genannten Aspekte fächerübergreifenden Arbeitens. Zur Zeit sehen wir folgende fächerübergreifende Projekte vor, die klassenbezogen von den Klassenlehrer/innen durchgeführt werden.

Jahrgang 5 und Jahrgang 6

  • themenorientierte Projekte z. B. Tiere, Römer (ein ausgearbeiteter Vorschlag zum Thema findet sich im Anhang) und/oder
  • an sozialen Kompetenzen orientierte Projekte, z. B. Persönlichkeitsentwicklung und Konfliktbewältigung

Jahrgang 7: Sucht

Jahrgang 8: Lebensplanung und Berufswahlorientierung

Jahrgang 9: Liebe, Partnerschaft, Sexualität

Jahrgang 10: Faschismus

Zur Weiterentwicklung der fächerübergreifenden Projekte ist eine Dokumentation der Projektarbeit im Schuljahr 2000/01 vorzunehmen bzw. fortzusetzen. Zur methodischen, inhaltlichen und organisatorischen Abstimmung und Vorbereitung der Jahrgangsprojekte sind entsprechende Fortbildungen und Konferenzen vorzusehen und Verantwortlichkeiten zu benennen.

Die Arbeitsgemeinschaft fächerübergreifendes Arbeiten entwickelt gemeinsam mit den Fachkonferenzen auf Grundlage der neuen schulinternen Curricula für jeden Jahrgang jeweils ein fächerübergreifendes Unterrichtsvorhaben bis Ende des 1. Halbjahres im Schuljahr 2001/02.

Berufsorientierung

Die berufswahlvorbereitenden und berufsorientierenden Aktivitäten der Ernst-Barlach-Gesamtschule sind geprägt von einer umfassenden Vorbereitung auf die Arbeits- und Berufswelt wie von einer vielseitigen Unterstützung der Schüler/innen bei ihrer Berufsorientierung, um ihre selbstständigen und eigenverantwortlichen Entscheidungen im Prozess der Berufswahl zu fördern.

Dazu gehört auch, dass ihnen die Faktoren, die den Berufswahlentscheidungsprozess beeinflussen, bewusst gemacht werden (u. a. durch das Hinterfragen traditioneller Rollenbilder) und sie befähigt werden, ihr Berufswahlspektrum zu erweitern. Diese Zielvorgaben werden durch verschiedene Elemente angestrebt. Zunächst spielt die Betreuung durch die Klassenlehrer/innen, vor allem in der Jahrgangsstufe 9/10, bei der Berufsfindung eine große Rolle, aber auch die Einbeziehung der Eltern (Elternabende, Beratungsgespräche u. a.).

Im Unterricht werden den Schülerinnen und Schülern solide Grundkenntnisse und Schlüsselqualifikationen (z. B. Kooperationsfähigkeit, Selbstständigkeit etc.) vermittelt, aber auch berufsvorbereitende und berufsorientierende Sonderveranstaltungen, u. a. mit geschlechtsspezifischen Maßnahmen (Schüler/innenpraktika in 9 und 11, kooperative Beratung, berufsorientierende Profilkonzeption im Wahlpflichtbereich II, Berufemarkt), werden angeboten.

Es wird deutlich, dass der Berufswahlvorbereitung und der Berufsorientierung auch in Zukunft eine besondere Rolle zukommen wird, wobei die Fortführung und Intensivierung der Kooperation mit unseren außerschulischen Partnern angestrebt wird – zum Beispiel durch eine konkrete und praxisnahe Zusammenarbeit mit Partnerbetrieben, da den Schülerinnen und Schülern durch eine gewinnbringende Zusammenarbeit zwischen Ausbildungsbetrieben und Schule ein problemloser Übergang von der Schule in die Arbeitswelt ermöglicht werden kann. Eine ausführliche Darstellung findet sich im Anhang.

Das vorhandene Berufswahlvorbereitungs- und -orientierungsangebot wird sukzessiv dahingehend überarbeitet, dass bei allen Elementen der Konzeption geschlechtsspezifische Angebote ein wesentlicher Bestandteil werden. So wurde jetzt damit begonnen, im 8. Jahrgang ein Projekt zum Thema Lebensplanung und Berufswahlorientierung in geschlechtshomogenen Gruppen durchzuführen.

Es bedarf einer ständigen Aktualisierung und Weiterentwicklung jeder einzelnen Maßnahme zur Berufsorientierung, um den Schülerinnen und Schülern zeitgemäße Anregungen für ihre persönliche Lebensplanung zu geben und sie bei ihren beruflichen Entscheidungsprozessen optimal zu unterstützen.

Wir organisieren unser Lernen selbstständig
Methoden- und Medienkompetenz

Kinder und Jugendliche werden in unserer von Medien bestimmten Welt ununterbrochen von Radio, Fernsehen und Internet berieselt, sind per Mobiltelefon jederzeit erreichbar und sollen in der Schule auch noch etwas aus Büchern und Arbeitsblättern lernen. Eltern und Schule müssen ihnen daher Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln, die ihnen erlauben, die Vielzahl an Informationen sinnvoll zu nutzen, Wichtiges von Unwichtigem oder Falschem zu unterscheiden und aus eigener Einsicht verantwortlich zu handeln.

Sie müssen dazu in der Lage sein, einerseits die vorhandenen Medien angemessen zu nutzen und andererseits selbst kreativ Texte, Bilder und Filme mit Hilfe dieser Medien zu gestalten.

Grundlage zur Entwicklung der Methoden- und Medienkompetenz auch im Bereich der neuen elektronischen Medien (Video, Computer, Telekommunikation) sind nach wie vor Lesen, Schreiben, Rechnen und Zeichnen – um einen Text sinnvoll am Computer eingeben und gestalten zu können, muss ich grundsätzlich in der Lage sein, einen vernünftigen Text zu schreiben und zu gliedern.

Wir gehen im Folgenden im Sinne des konstruktivistischen Lernverständnisses davon aus, dass jeder Mensch neue Erkenntnisse auf seine sehr persönliche Art und Weise in seine Weltsicht einbaut, seine Wirklichkeit also gewissermaßen auf Grund seiner bisherigen Erfahrungen selbst konstruiert.

Das hat natürlich Konsequenzen für das Lernen sowie die Schüler/innen- und Lehrer/innenrollen: Man kann niemandem etwas »beibringen«, man kann nur Rahmenbedingungen bereitstellen, in denen es etwas zu lernen gibt und in denen Schüler/innen ihr neues Wissen erproben können. Die neuen Richtlinien gehen davon aus, dass Schüler/innen am besten lernen können, wenn der Unterricht handlungs- oder produktorientiert organisiert ist.

Alle Schüler/innen müssen sich im Laufe ihres Schullebens mit den grundlegenden Techniken zur

  • Nutzung von Medien als Informationsquellen, aber auch und vor allem zur
  • eigenen Herstellung von Medien unterschiedlicher Art

vertraut machen können. Das betrifft im Moment insbesondere die »neuen« Medien Computer und Internet, aber nach wie vor auch Schrift, Zeichnung, Fotografie, Video- und Tonaufnahmen. Unserer Schulbibliothek kommt dabei eine bedeutende Rolle bei der Bereitstellung unterschiedlicher Materialien zu.

In den Fachlehrplänen soll deutlich gemacht werden, welche Lernmethode, welche Arbeitstechnik in welchen Fächern, an Hand welcher Themen und zu welchem Zeitpunkt verbindlich eingeführt, geübt, erweitert oder vertieft bzw. überprüft werden soll.

Auf der Grundlage der Fähigkeiten und Fertigkeiten, die beherrscht werden sollen, werden Konzepte, Unterlagen und Arbeitsmaterialien erarbeitet und dokumentiert. Wichtig ist dabei die fachübergreifende Koordinierung. Bei der Unterrichtsorganisation müssen Projektphasen als Voraussetzung für erfolgreiches handlungsorientiertes Lernen vorgesehen werden.

Im Rahmen der Entwicklung der Fachcurricula untersucht jede Fachkonferenz ihre Lehrpläne daraufhin, welche Arbeitsmethoden und welche Mediennutzung durch verbindliche Unterrichtsvorhaben realisiert werden können. Die Ergebnisse werden vom Koordinator gesammelt und in eine fachübergreifende Übersicht eingearbeitet (ein Beispiel im Anhang).

Als erster vorgezogener Schritt wird im Schuljahr 2001/2002 im 6. Jahrgang im Rahmen des Förderkonzepts ein fachbezogenes Unterrichtsvorhaben im Fach Deutsch im Verbund mit der Einführung in grundlegende Fertigkeiten im Umgang mit einer Textverarbeitung für den PC durchgeführt. Zeitlich erstreckt sich dieses über ein Schulhalbjahr im Rahmen einer Doppelstunde und in halbjährlicher Blockung.

An Hand der Übersicht muss regelmäßig überprüft werden, inwieweit die gesteckten Ziele erreicht worden sind bzw. korrigiert werden müssen.