Q1 Chemie GK der EBGS besucht SEPP

Viele Erwachsene in Deutschland greifen regelmäßig zu Nahrungsergänzungsmitteln – in der Hoffnung, ihrem Körper etwas Gutes zu tun. Deshalb boomt der Markt für Vitaminbrausetabletten, Eisenpräparate und Co. Dagegen gelten als besonders gute natürliche Vitamin C Quellen u.a. Zitrusfrüchte, Paprika, Erdbeeren, Kiwi, Preiselbeeren, Brokkoli, Tomaten und Kohl.

Ascorbinsäure (Vitamin C) gehört zu den „essenziellen Stoffen“, also jenen Substanzen, die der Körper dringend benötigt, aber nicht selbst herstellen kann. Die klassische Seefahrer-Vitaminmangelkrankheit Skorbut, die bei anhaltendem Fehlen von Vitamin C in der Nahrung bei Menschen nach zwei bis vier Monaten auftritt, führt zunächst zu Müdigkeit, erhöhter Infektanfälligkeit, Zahnfleischentzündungen sowie Muskelschwund und später zu Herzschwäche und Tod.

  • Doch sind Vitamin C Brausetabletten als Nahrungsergänzungsmittel
    für Gesunde heute nicht überflüssig?
  • Bekommt man nicht alle Nährstoffe, Vitamine und Mineralien, die man braucht, wenn man sich ausgewogen ernährt?

Das komplett ausgestattete Hochschullabor, des Schüler-Experimentier-Praktikum (SEPP) der Universität Duisburg-Essen ermöglichte dem Q1 Chemie Kurs der EBGS an einem Projekttag Antworten zu finden.

Das komplett ausgestatteten Hochschullabor, des Schüler-Experimentier-Praktikums (SEPP) der Universität Duisburg-Essen ermöglichte dem Chemie Kurs der EBGS Antworten zu finden.

Der Praktikumstag gliederte sich in die drei klassischen Lehrformen in einem naturwissenschaftlichen (Lehramts-)Studium: Vorlesung, Praktikum und Seminar. Die Besonderheit des Schüler-Experimentier-Praktikums war dabei die curriculare Einbindung in den regulären Fachunterricht. Das im Unterricht erworbene Basiswissen zum analytischen Verfahren der Titration konnte an diesem Tag auf den komplexen Sachverhalt der Iodometrischen Titration angewendet werden. Die SuS ermittelten hierbei selbstständig in Zweiergruppen den Vitamin C-Gehalt von gelber Paprika und Brausetabletten.

Im Anschluss wurden die Ergebnisse im Plenum vorgestellt und diskutiert. An dieser Stelle gab es zunächst ein dickes Lob von der Seminarleiterin, denn alle Gruppen hatten mit ihren Analyseproben sehr genau gearbeitet und den Gehalt an Vitamin C mit geringer Abweichung bestimmt.

Zudem zeigte sich nun, dass das Laborteam zwei unterschiedliche Brausetablettenproben ausgegeben hatte, aber keine dieser Proben den Gehalt an Vitamin C der Paprika erreichte. Die Analyse ergab ein eindeutiges Ergebnis: Vitamin C Brausetabletten sind nicht nötig. Eine ausgewogene Ernährung mit Obst und Gemüse reicht völlig aus, um eine ausreichende Vitamin C Aufnahme zu gewährleisten.
Der Experimentiertag endete genussvoll, denn Frau Jacobi hatte alle Teilnehmer zu einer leckeren Auswahl an Pizza eingeladen.