Ganztagsangebot

Der Ganztag ist eine wichtige Möglichkeit unsere Schule als Lebensraum zu gestalten. Er ist damit auch ein Ort des sozialen Lernens und ist vor allem in den Mittagspausen und den Arbeitsgemeinschaften angesiedelt.

In den Mittagspausen wollen wir in Zusammenarbeit mit dem Ganztagsverein den Schülerinnen und Schülern nicht nur ein preiswertes, schmackhaftes und gesundes Essen anbieten und damit auch ihr Gesundheitsbewusstsein fördern und Essen als Gemeinschaftserlebnis und Teil der Kultur vermitteln, sondern auch Eigenaktivität fördern (Schülercafé, Teestube) und sie im Rahmen der offenen Angebote mit den Schwerpunkten Schulbibliothek, ruhiges Spiel, sportliche und musisch-künstlerische Angebote zu sinnvoller Freizeitgestaltung anregen.

Für die Schüler/innen der Jahrgänge 5 und 6 ist die Teilnahme an den zweistündigen Arbeitsgemeinschaften (AG) verpflichtend. Der Schwerpunkt liegt hier auf Arbeitsgemeinschaften im sportlichen und künstlerisch-musischen Bereich. Sie sollen für die spätere Teilnahme an Wettkämpfen der Schulmannschaften, an Theatergruppen und Musikensembles motiviert und vorbereitet werden.

Wir wollen die sozialen Kompetenzen der Schüler/innen stärken und ihre Identitätsfindung unterstützen, ihre Verantwortungsbereitschaft entwickeln und der Zusammenarbeit in der Schule dadurch neue Impulse geben, dass auch in den Jahrgängen 7-10 verpflichtende Arbeitsgemeinschaften eingeführt werden.

Wir verfolgen damit folgende pädagogische Intentionen:

  • Arbeitsgemeinschaften und offene Angebote bieten eine Vielzahl von Möglichkeiten auch ohne unterrichtlichen Leistungsdruck Interessen und Neigungen zu entfalten und Akzeptanz, Anerkennung und Selbstwertgefühl zu erfahren (z. B. Sport).
  • Im Ganztag läßt sich Zusammenleben erfahren, Gemeinschaft erleben und damit Integration gestalten.
  • Mitschüler zu beraten und sie zu unterstützen ist ein Weg, Verantwortung wahrzunehmen, ebenso den Raum in der und um die Schule ästhetisch zu gestalten und zu pflegen (z. B. Streitschlichter, Aktion Schulklima).
  • Es gibt vielfältige Möglichkeiten, das Schulleben zu dokumentieren und unsere Schule öffentlichkeitswirksam zu präsentieren (z. B. Schülerzeitung, Homepage, Theater).
  • Insbesondere die von den Klassenlehrer/innen betreuten offenen Klassenzimmer als Ort der Begegnung von Schüler/innen mit Lehrer/innen außerhalb des Unterrichts sind eine der Möglichkeiten, in denen Beratung, aber auch Konfliktbewältigung und Erziehung stattfinden können.
  • Der Ganztag läßt sich weiterentwickeln zu dem Ort, in dem eine Öffnung von Schule stattfindet, indem Eltern, Vereine und außerschulische Partner ihre Angebote, Erfahrungen und Interessen in die Schule einbringen. Darüber hinaus kann gelebte Hilfsbereitschaft durch die Unterstützung außerschulischer Projekte gefördert werden (z. B. Recife-Projekt für brasilianische Straßenkinder).

Innerhalb der vier Schuljahre (7-10) müssen die Schüler/innen mindestens zwei halbjährige Arbeitsgemeinschaften besuchen (z. B. Tutorenschaft einer 5./6. Klasse, Erste Hilfe, Mitarbeit bei der Verwaltung, Betreuung und Versorgung) oder diese durch anderweitiges soziales Engagement ersetzten. Die erfolgreiche Teilnahme wird durch eine Bescheinigung belegt.

Im ersten Halbjahr 2001/02 wird das pädagogische Konzept des »neuen Ganztags« ausformuliert und Eltern, Schülerinnen und Schülern vorgestellt. Das bisherige AG-Angebot (7-10) wird anhand der genannten Ziele überprüft.

Die notwendigen Absprachen mit möglichen außerschulischen Partnern sollen stattfinden und die Konkretisierung der AG-Angebote (Zielsetzung, Verantwortlichkeiten, Organisation) vorgenommen werden. In Einzelfällen können Arbeitsgemeinschaften probeweise bereits im 2. Halbjahr 2001/02 beginnen.

Ende des Schuljahres 2001/02 wird das neue AG-Angebot überprüft und im Schuljahr 2002/03 eingeführt.

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